Überblick über die 100 jährige Geschichte der

Freiwilligen Feuerwehr Flammersfeld

 

1903 Ende des Jahres erfolgt die Gründung der „Freiwilligen Feuerwehr“. Von der Gründung ist das Protokoll nicht mehr vorhanden.

1904 Am 28. November findet eine Generalversammlung satt, über deren Verlauf ein Protokoll als älteste noch vorhandene Aufzeichnung vorlag. Hieraus ging hervor, dass nach Erörterung und Annahme des Status der Vorstand in folgender Zusammensetzung gewählt wurde:

 1. den Herrn Bürgermeister Hommer zum Commandanten und obersten Leiter der Feuerwehr,

2.  den Herrn Gastwirt Neuser zum Hauptmann,

3. den Friedrich Kraus zum Spritzenmeister und stellvertretenden Hauptmann,

4. den Wilhelm Flammersfeld, zum stellvertretenden Spritzenmeister,

5. den Schornsteinfegermeister Gottwald, zum Steigerführer,

6. den Heinrich Lindscheid, zu dessen Stellvertreter,

7. den Wilhelm Hollerbach, zum Führer der Ordnungsmannschaft,

8. zu Hornisten den Carl Schuh und den August Schuh,

9.  als Zeug- und Schriftwart den Sekretär Praßel.

neben der Wahl zum Vorstand wurde noch verhandelt und beschlossen:

a. der Vorstand soll auf 3 Jahre gewählt sein,

b. der Beitrag wird auf 3 Mark pro Jahr ab 01. Dezember 1904 festgesetzt

c. Während jüngere Männer laufend Aufnahme finden, soll von älteren Männern ein Eintrittgeld von 3 Mark erhoben werden.

d. Als Hilfsgrenze gilt zunächst das Kirchspiel und danach auf Bestimmung des Commandanten der Bürgermeistereibezirk.

e. Als Versammlungslokal wird bis auf weiteres der Gasthof Neuser bestimmt.

f. Die Einladungen haben durch Circular zu erfolgen.

1905 Heinrich Lindscheid wird als Nachfolger von Hermann Neuser neuer Hauptmann.

Am 11. Februar wird beschlossen, die folgenden notwendigen Ausrüstung für die Mitglieder zu erwerben, braune Jacken, Helme, Spitz- und Hammerbeile mit Ledertaschen, drei Nothaken, Steiger- und Mannschaftsgurte und neun Steigerleinen. Die Beschaffung von Alarmhupen übernahmen die Mitglieder, die zugleich auch Musiker sind.

1906 Erste Beschaffungsanträge an die Bürgermeisterei für zusätzliche Ausrüstung und Schlauchmaterial.

1907 Heinrich Lindscheid scheidet als Hauptmann aus. Zum neuen Hauptmann wird Wilhelm Hollerbach gewählt. Die Mitgliederversammlung im November wird von Bürgermeister Beck geleitet, er ist als Nachfolger von Bürgermeister Hommer Kraft seines Amtes der neue Commandant.

1912/13 Errichtung eines Steigerturmes zu Übungszwecken an der Ahlbacher Straße, der nach dem 2. Weltkrieg abgerissen wurde.

1913 Heinrich Fassbender wird neuer Feuerwehrhauptmann.

1914 Als erster Punkt stand auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung am 17. Januar die „Auflösung der Wehr“.

Da allseitig eine regere Teilnahme an den angesetzten Übungen zugesagt wurde, kam es nicht zu einer Auflösung. Gleichzeitig wurde eine neue Beitragsordnung beschlossen und der Jahresbeitrag auf

a.      -,50 Mark für die Aktiven,

b.      1,00 Mark für die Inaktiven

festgelegt.

1919 Es fand die erste Mitgliederversammlung nach dem ersten Weltkrieg am 27. September statt. Im Protokoll ist vermerkt: Zum Vorstand gehören:

a. Durch Vorschrift: Herr Bürgermeister Heymann, Herr Brandmeister Kurz

b. Durch Zuruf: Herr Praßel als Zeug- und Schriftwart, Friedrich Kraus als Spritzenmeister, Heinrich Lindscheid als Steigerführer, Heinrich Holzapfel als Führer der Ordnungsmannschaft

c. Durch Wahl: Emil Bettgenhäuser, Carl Bachenberg, August Schuh

1927 Fritz Kraus wird zum neuen Feuerwehrhauptmann und Brandmeister berufen.

1932 Hermann Hottgenroth wird Nachfolger von Fritz Kraus, da dieser aus gesundheitlichen Gründen sein Amt aufgeben muss.

1934 Die Wehr bekommt eine Motorspritze und kann damit ihre Einsatzmöglichkeiten entscheidend verbessern.

1939 Mit Ausbruch des Krieges mussten die aktiven Feuerwehrmänner in den Krieg. Der zurückgebleibenden Jugend wurde die Aufgabe eine HJ-Feuerwehr zu bilden zugeteilt und die Ausbildung dem Wehrmitglied Wilhelm Wolf übertragen.

1945 Nach dem Ende des Krieges bekam Hermann Hottgenroth als Wehrleiter die Aufgabe, die Freiwillige Feuerwehr neu aufzubauen.

1945/50 Neugründung der ehemaligen „Quast´schen Kapelle“ durch Willi Holzapfel, die sich der Freiwilligen Feuerwehr anschließt. Da es jedoch damals bei der Feuerwehrorganisation keine Vertretung der Musikgruppen gab, trennte sich die Gruppe wieder von der Feuerwehr und gründete den Musikverein, der später als „Kur-Orchester- Flammersfeld“ auftrat.

1952 Gründung einer Jugendfeuerwehr durch Walter Meyer. Diese zeigte zum 50jährigen Jubiläum 1953 ihr Können.

1954 Auflösung der Jugendfeuwehr aufgrund der damaligen gesetzlichen Bestimmungen, dass aktive Feuerwehrmänner das 18. Lebensjahr vollendet haben mussten.

1949/64 Entwicklung und Zusammenschluss der Freiwilligen Feuerwehren im Amtsbereich, der heutigen Verbandsgemeinde zur Amts- bzw. Verbandsgemeinde Feuerwehr mit den vier Löschzügen Flammersfeld, Horhausen, Oberlahr und Pleckhausen.

1957 Walter Meyer löst Hermann Hottgenroth als Brandmeister und Wehrführer ab.

1957 Errichtung eines neuen Feuerwehrhauses an der Einmündung der Straße "Auf dem Bornplatz" in die Bergstraße. Es entstand hier jedoch nur eine Garage für das Spritzenfahrzeug und somit war eine befriedigende Unterbringung des Löschzuges noch nicht erreicht.

1958 Der Löschzug bekommt durch die Amtsvertretung ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug, ausgerüstet mit einer Pumpe TS 6.

1965 Da sich die aktiven Mitglieder neben ihrem Übungs- und Einsatzdienst auch zum geselligen Vereinsleben zusammenfinden, wurde am 20. März beschlossen den Löschzug Flammersfeld wieder auf die Grundlage eines Vereins zu stellen. In den Vorstand wurden gewählt:

 

1. Vorsitzender: Walter Meyer, der auch Wehrführer ist

Schriftführer: Werner Scharfenstein

1. Kassierer: Edwin Gerharz

2. Kassierer: Folker Katzwinkel

Beisitzer: Herbert Stein

Die Mitgliederzahl betrug 30 aktive und 77 passive Vereinsangehörige.

1973 Der Löschzug bekommt ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug, das mit einer Pumpe TS 8 ausgerüstet ist.

1974 Übergabe des neuen Feuerwehrhauses in der Raiffeisenstraße am 28. September an den Löschzug.

1976 Walter Meyer tritt als Wehrführer und Vorsitzender des Vereines zurück. In der Jahreshauptversammlung am 17. Januar wird Bernhard Schüler zum 1. Vorsitzenden des Vereines gewählt.

Am 1. September wird auf Vorschlag des Löschzuges Ewald Edinger als neuer Wehrführer in sein Amt eingeführt.

1978 In der Jahreshauptversammlung am 25. Februar wird Ewald Edinger auch zum 1. Vorsitzenden des Vereines gewählt und somit die Einheit von Wehrführer und Vorsitzenden wie in der Vergangenheit wieder hergestellt.

Um die Schlagkraft der Wehr weiter zu stärken, erhält der Löschzug  am 6. Dezember ein Tanklöschfahrzeug mit einem Tankinhalt von 2.400 ltr.

1982 Da mittlerweile das 1958 erhaltene Tragkraftspritzenfahrzeug altersbedingt außer Dienst gestellt werden musste, erhält der Löschzug nun wieder zur Vervollständigung seiner Ausrüstung ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug.

1985/86  Aufstockung des Feuerwehrgerätehauses zur Behebung der räumlichen Enge, durch die Zunahme der aktiven Wehrmänner sowie zusätzlicher Geräte und Aufgaben. Im Obergeschoss wurde nun der Schulungsraum eingerichtet und erhielt eine kleine Küche. Weiterhin wurde ein Raum für die Funkleitstelle hier untergebracht.

1988 Ernennung von Heinz Neitzert zum Wehrführer und Wahl zum 1. Vorsitzenden des Vereins in der Jahreshauptversammlung am 23. Januar, nachdem Ewald Edinger mit Ablauf des Jahres 1987 seine Ämter zur Verfügung gestellt hatte.

1990 Der Löschzug bekommt ein Mannschaftstransportfahrzeug MTF-L als Ersatz für das alte TSF aus dem Jahre 1973

2002 Heinz Neitzert verstirbt am 25. Februar nach langer Krankheit, jedoch unverhofft.

In der Jahreshauptversammlung am 26. Mai werden auf Vorschlag des Löschzuges Derk Cornelius zum Wehrführer und Dirk Schüler zum stellvertretenden Wehrfürer durch den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Josef Zolk ernannt. Gleichzeitig werden sie auch zum Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins gewählt.

2003 Anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr – Löschzug Flammersfeld – wurde die Gründung einer Jugendfeuerwehr beschlossen

Die Jugendfeuerwehr hat am 17.05.2003 offiziell ihren Dienst aufgenommen. Sie besteht aus 31 Mitgliedern.

2004 Bei der Jahreshauptversammlung des Löschzuges wurde die Gründung eines Fördervereins beschlossen. Der Verein trägt den Namen „Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Flammersfeld- Löschzug Flammersfeld e.V.“

Der erste Vorstand des Fördervereins setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Vorsitzender Derk Cornelius.

Stellvertretender Vorsitzender Dirk Schüler.

Rolf Dewitz als Kassierer.

Thomas Dewitz als Stellvertretender Kassierer.

Paul Seifen als Schriftführer.

Kai Baumann als Stellvertretender Schriftführer.

Stefan Krämer als Beisitzer für die Jugendfeuerwehr.

Bernhard Schüler als Beisitzer für die Alterskameraden.

Alexander Werning, Karl Kölschbach und Alexander Oberst als Beisitzer.
 

2006 Der Löschzug bekommt als Ersatz für das TLF 16/25 am 21.03.2006 ein HLF 20-16. Auf diesem Fahrzeug sind auch erstmals Geräte zur umfangreichen Technischen Hilfeleistung (Rettungsschere, Spreizer, Hebekissen) verlastet.

Dieses Fahrzeug wurde im Mai 2006 dann gesegnet und durch den Verbandsgemeindebürgermeister Josef Zolk offiziell dem Löschzug übergeben.

2008 Auf der Jahreshauptversammlung wird Dirk Schüler, nach erfolgreicher Wahl durch den Löschzug, von Verbandsgemeindebürgermeister Josef Zolk zum Wehrführer ernannt. Alexander Oberst wird, ebenfalls nach Wahl durch den Löschzug,  zu seinem Stellvertreter ernannt, nachdem Derk Cornelius von seinen Ämtern zurückgetreten war.

Dirk Schüler wird gleichzeitig in der Jahreshauptversammlung des Fördervereins zum Vorsitzenden gewählt, Alexander Oberst zum Stellvertretendem Vorsitzenden.

 

Der Vorstand besteht weiterhin aus:

Rolf Dewitz als Kassierer.

Thomas Dewitz als Stellvertretender Kassierer.

Kai Baumann als Schriftführer.

Stefan Krämer als Stellvertretender Schriftführer.

Oliver Edinger als Beisitzer für die Jugendfeuerwehr.

Paul Seifen als Beisitzer für die Alterskameraden.

Michael Bruch und Alexander Werning als Beisitzer.


 

2010 Dem Löschzug Flammersfeld gehören zur Zeit folgende aktive Mitglieder an:

 

Adam, Stefan

Baumann, Kai    Bruch, Michael

Cornelius, Derk

Dewitz, Julia    Dewitz, Rolf    Dewitz, Thomas    Drüppel, Tim

Edinger, Oliver    Edinger, Reinhold

Feldt, Ingo    Fröhlich, Peter

Grewe, Marcel

Halscheidt, Klaus-Jörg    Hellwig, Martina    Hinz, Christian

Jäckle, Dominik    Jeuck, Martin

Klein, Marcel    Kölschbach, Karl    Krämer, Daniel    Krämer, Philipp    Krämer, Stefan    Krüschet, Sascha    Krug, Maximillian

Oberst, Alexander

Port, Steffan

Rübesam, Markus

Schmidt, Fabian    Schmitz, Markus    Schüler, Dirk    Sendzik, Björn    Sich, Gertrud

Weiss, Siliva    Werning, Alexander    Wolf, Alexander

 

 

Alterskameraden (Alte Schläuche):

 

Adam, Karl-Otto

Becker, Walter

Edinger, Ewald

Katzwinkel, Frithjof

Maurer, Gerd

Neumann, Hans-Georg

Schüler, Bernhard    Seifen, Horst    Seifen, Paul    Schmidt, Helmut    Steinborn, Horst

 

 

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